Was macht ein Urologe ?

Ein Urologe ist ein Arzt für Frauen, Männer und Kinder.
In unserer Praxis bieten wir folgende Leistungen an:

  • Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen und Funktionsstörungen des Harntrakts (z.B. Nieren, Blase, Harnröhre, …) und der Samenwege (z.B. Hoden, Prostata, …) bei Erwachsenen und Kindern
  • Fachärztliche Früherkennungsuntersuchungen bei Männern und Frauen
  • Alle Erkrankungen, die nur Männer betreffen (Männerarzt/Androloge, analog zum Frauenarzt/Gynäkologe)
  • Vasektomie: Sterilisierung des Mannes bei abgeschlossener Familienplanung
  • Abklärung männlicher Fortpflanzungsstörungen
  • Abklärung von Erektionsstörungen und deren Behandlung
  • Bakteriologische Abklärung urologischer Infektionen im eigenen mikrobiologischen Labor
  • Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) bei Kindern, Frauen und Männern
  • Ultraschalldiagnostik einschließlich transrektaler Ultraschall der Prostata (TRUS) und Hochfrequenzultraschall z.B. der Hoden, sowie Durchblutungsmessung mit dem Duplexverfahren.
  • In Arbeit: die Jungensprechstunde (Vorsorge-Untersuchungen zwischen 12 und 14 Jahren, der Urologe ist Spezialist und Gesprächspartner für Pubertät, körperliche Entwicklung, Sexualität, Impfungen), weitere Informationen finden Sie hier: http://www.jungensprechstunde.de  

Zusätzlich zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bieten wir folgende individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) als Privatleistung an:

  • Erweiterte Vorsorgeuntersuchungen wie

    • Tumormarker aus dem Blut (PSA)
    • Nierencheck bei Frauen und Männern
    • Immunologischer Test auf Blut im Stuhl
    • Ultraschall im Rahmen der Vorsorge
    • Zytologische Urinuntersuchung auf Blasenkrebs

  • Hormonstatus (u.a. Testosteron, SHBG, LH)
  • Ausschluss Geschlechtskrankheiten
  • Diagnose und Behandlung von Erektionsstörungen
  • Feststellung der Fortpflanzungsfähigkeit
  • Ärztliche Bescheinigungen

Alle Privatleistungen werden nach der geltenden amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), zu Preisen von 1997 abgerechnet. Selbstverständlich besprechen wir mit Ihnen persönlich die im Einzelfall sinnvollen und medizinisch vertretbaren Leistungen und deren Kosten.


Krebsvorsorge und Früherkennung

Mit rund 63.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs in Deutschland die häufigste Tumorart des Mannes und die dritthäufigste Tumorart, die zum Tod führt.
Jedes Jahr sterben in Deutschland über 12.000 Männer an Prostatakrebs – das ist jeder fünfte Mann, bei dem diese Krankheit festgestellt wird.
Von einem Prostatakrebs muss man aber nicht krank werden. Maßgeblich es der Zeitpunkt der Diagnose. Je früher, desto besser. Durch die frühe Erkennung, noch bevor der Betroffene etwas davon merkt, erspart man sich fast immer die Symptome des Prostatakrebses, wie Knochenschmerzen und einen jahrelangen Krankheits- und Leidensweg.

Die Tastuntersuchung allein ist untauglich zur Früherkennung.

Von den meisten urologischen Experten wird die PSA-Bestimmung zur Früherkennung von Prostatakrebs empfohlen. Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie1  , dem wissenschaftlichen urologischen Gremium, ist „die Tastung der Prostata untauglich als Maßnahme zur Früherkennung“!
Erst die Höhe des PSA-Wertes ermöglicht zusammen mit der Tastuntersuchung, der Berücksichtigung der Prostatagröße (Ultraschall), möglicher Infektionen und dem Alter des Patienten eine Diagnose im Frühstadium.

Bei einer frühen Erkennung und Behandlung ist Prostatakrebs in über 70% aller Fälle heilbar.

Sicher ist, dass die PSA-Früherkennung die Sterblichkeit am Prostatakrebs senken kann2  und deutlich abgenommen hat, seitdem es die PSA-Testung gibt: in Deutschland um 20 %, in den USA um 35 %.

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie empfiehlt eine PSA-Früherkennung mit Tastuntersuchung für Männer im Alter zwischen 45 und 70 Jahren.
Berücksichtigt werden muss immer die persönliche Situation des einzelnen Mannes, sein Alter und Gesundheitszustand, die voraussichtliche weitere Lebenserwartung und individuelle Einstellung.

Männer, deren Väter oder Brüder an einem Prostatakrebs erkrankt sind, haben ein vier- bis fünffach erhöhtes Risiko, selbst an Prostatakrebs zu erkranken.3


Jungensprechstunde (14-20 Jahre) 

Gesundheitsförderung und Prävention als wichtiger Baustein unserer Praxis

In unserer urologischen Facharztpraxis in Bruchsal findet eine spezielle „Jungensprechstunde“ statt. Hier sollen männliche Jugendliche einen Ansprechpartner finden, mit dem sie ihre Fragen und Probleme rund um die Pubertät und um das frühe Mannesalter bereden können.

Da die regelmäßige Kontrolle junger Männer im Rahmen der Musterungsuntersuchung zur Bundeswehr entfällt, werden immer häufiger auftretende Veränderungen nicht bemerkt oder aus Scham niemandem anvertraut.

Dies soll sich nun ändern. Gerade deshalb wird im Rahmen der Jungensprechstunde Wert gelegt auf Beratung, Entwicklung des Gesundheitsbewusstseins des Jugendlichen sowie die Selbstverständlichkeit der ärztlichen Untersuchung.

Eine Selbstverständlichkeit, wie sie seit vielen Jahrzehnten bereits bei jungen Mädchen der Fall ist, welche von ihrer Mutter mit zum Frauenarzt genommen werden. Jedoch ist das Beisein der Eltern beim ärztlichen Gespräch nicht immer erwünscht oder von Vorteil. So öffnen sich gerade männliche Jugendliche doch eher im Gespräch unter vier Augen gegenüber dem Arzt, um über sexuelle Probleme oder Fragen zu sprechen, als dies in Anwesenheit der Eltern der Fall wäre.

Wir freuen uns über jeden Kontakt und wollen dazu ermutigen, sich hierzu einen Termin geben zu lassen. Dies kann entweder per Telefon unter +49-7251-88926, per E-Mail unter info@urologe-bruchsal.de oder online über unsere Webseite erfolgen.

Weitere Information zu diesem Thema kann auch dem Flyer der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. hier eingesehen und runtergeladen werden.

Cool wenn ihr vorbeikommt, wir wollen euch hier gerne unterstützen !

Weitere interessante Seiten findet ihr unter:
https://www.loveline.de/startseite.html
http://www.isg-info.de/

1   Der Urologe A 5*2002, 551-513
2   Vorläufiges Ergebnis der europäischen PSA-Screening-Studie
3    Text nach Informationen der Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. Umfassende Informationen liefert die Patientenleitlinie „Früherkennung von Prostatakrebs. Eine Information für Männer“ (http://www.krebsgesellschaft.de/download/patientenleitlinie_pca_frueherkennung_2012.pdf). Sie basiert auf der „Interdisziplinären Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“, die von der Deutschen Gesellschaft für Urologie und der Deutschen Krebsgesellschaft herausgegeben und regelmäßig aktualisiert wird.